Sanierung der AEG-Turbinenhalle
Die Turbinenhalle wurde von Peter Behrens geplant und 1909 fertiggestellt. Sie gehört zu den bekanntesten Bauwerken der Industriearchitektur und steht dementsprechend auch unter Denkmalschutz. Die Siemens Energy AG nutzt das Gebäude heute immer noch als Produktionsstätte.
Die Baumaßnahme umfasst die Sanierung und Restaurierung des Südgiebels der AEG-Turbinenhalle. Der Südgiebel besteht aus einer Fachwerkkonstruktion aus Stahl mit einer außenliegenden Ausfachungswand aus 15 Zentimeter Stahlbeton in Sichtbeton mit Waschbetonoptik. Besonders an der Ausfachungswand im Bereich der Stahlträger konnten erhebliche Betonabplatzungen und Risse festgestellt werden.
Im Rahmen der Sanierungsarbeiten wurden die Stahlträger der Fachwerkkonstruktion mit einem Korrosionsschutz versehen, Schadstellen mit Edelstahlbewehrung ausgebessert und insgesamt ca. 50 Meter Risse und Fugen verpresst. Im Bereich der Stahlträger und Schadstellen wurde anschließend auf einer Fläche von 50 Quadratmetern Spritzbeton aufgebracht. Dieser sollte sich gemäß den Vorgaben der Denkmalschutzbehörde harmonisch in den Bestand einfügen und die charakteristische Waschbetonoberfläche in historischer Optik bewahren.
Restaurierung des historischen Schriftzugs
In diesem Zusammenhang wurde auch ein alter Farbanstrich entfernt, um eine Angleichung an den Altbestand zu gewährleisten und den ursprünglichen Zustand des Bauwerks wiederherzustellen. Ein besonderes Augenmerk lag auf der Restaurierung des historischen Schriftzugs. Hier wurden vier Buchstaben (T, N, E, K) des markanten Schriftzugs "Turbinenfabrik" reprofiliert, um ihre ursprüngliche Form wiederherzustellen. Die gesamte Restaurierung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der Restauratorin Frau Joana Pomm.
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