Baudenkmalpflege

Bauwerke konservieren. Kulturgeschichte bewahren.

Foto der Faltdachkonstruktion einer Kirche © ZÜBLIN

Was bedeutet Baudenkmalpflege?

Insbesondere historische Bauwerke liefern einen guten Einblick in die Entwicklung und einzelne Stile der Baugeschichte. Je nach Architekt und Epoche unterscheiden sich diese auch fundamental voneinander – sowohl in ihrem äußerlichen Erscheinungsbild als auch in ihrer Bauweise. Mit der Denkmalpflege durch die ZÜBLIN Bauwerkserhaltung sollen diese kulturell und historisch bedeutsamen Monumente für die Nachwelt bewahrt und das Bauerbe nachhaltig geschützt werden. Die Restaurierung und Baudenkmalpflege erfordern dabei ein besonders behutsames Vorgehen – das Bauwerk und die Bausubstanz dürfen während der Instandsetzung nicht beschädigt werden und es muss auf den jeweiligen Bestand Rücksicht genommen werden.

Verfahren zur Restaurierung historischer Bauwerke

Bei der Planung und Ausführung notwendiger Schutz- und Instandsetzungsarbeiten müssen die Eigenschaften des vorliegenden Materials, der Zustand des Bauwerks sowie Umwelteinflüsse berücksichtigt werden. Eine Herausforderung, auf die wir uns sowohl im Konzern als auch bei der ZÜBLIN Bauwerkserhaltung unter dem Leitgedanken BESTAND BEYOND spezialisiert haben. Mit Maßnahmen wie zum Beispiel der partiellen Eneuerung der schafhaften Bausubstanz, der Erhaltung oder Verstärkung durch Auftrag von Mörtel und Einbau von zusätzlicher Bewehrung oder auch einer Oberflächenbehandlung zum Schutz vor Feuchtigkeit und Schadstoffen können Baudenkmäler schonend neu belebt und für die Zukunft gesichert werden.

Prozess der Baudenkmalpflege

Dokumentation und Analyse
Im ersten Schritt muss der aktuelle Zustand des Bauwerks erfasst werden. Dabei werden die Bausubstanz, die Standsicherheit und besondere Anforderungen an die Instandsetzung dokumentiert.
Sicherung des Bauwerks
Denkmalgeschützte Bauwerke weisen durch langjährige Umwelteinflüsse oft standsicherheitsrelevante Schäden an der Bausubstanz auf. Um das Baudenkmal für die Zeit der Baumaßnahme und die zukünftige Nutzungsdauer zu sichern, müssen oft tragende Wände, Pfeiler oder das Fundament stabilisiert werden. Dabei nutzen wir u.a. bewährte Verfahren zur Bauwerksertüchtigung wie Bohr- und Ankerarbeiten, Injektionsarbeiten, Einbau von Zulagebewehrung und Spritzbeton aber auch neue und innovative Verfahren wie den Einsatz von Carbonbeton.
Restaurierung und Instandsetzung
Nachdem die grundlegende und statisch erforderliche Bausubstanz wieder hergestellt ist, kann mit der eigentlichen Restaurierung begonnen werden. Dabei werden die einzelnen Schäden und Mängel wie Abplatzungen, Risse, Feuchtigkeit oder Korrosion von Bewehrung instandgesetzt. Beschädigte Substanz muss hierbei durch gleichwertige Materialien ersetzt werden – die historischen Bauteile sowie das gesamte Erscheinungsbild dürfen nicht verfälscht werden.
Schutz vor Umwelteinflüssen
Um das Bauwerk auch nachhaltig vor Umwelteinflüssen zu schützen, können im letzten Schritt Oberflächenschutzsysteme angebracht.
Zum Beispiel eine Hydrophobierung verhindert das Eindringen von Wasser und schützt vor Feuchtigkeit, Schimmel oder Frostschäden am Bauwerk.
Foto eines Fundaments mit Säulen © Melanie Greim

Historische Bauwerke und Denkmalschutz

  • Welche Besonderheiten gibt es beim Denkmalschutz?

    Die Baudenkmalpflege unterliegt strengen gesetzlichen Regelungen. Die Denkmalschutzbehörden der Länder legen dabei hohe Anforderungen und Bestimmungen an die Restaurierung eines Bauwerkes fest. So ist meistens eine Genehmigung der zuständigen Behörde sowie eine Bestandsaufnahme und detaillierte Dokumentation des Ist-Zustandes des Bauwerks notwendig. Bei der Instandsetzung des Denkmals selbst dürfen nur Materialien verwendet werden, die mit dem ursprünglichen Baustoff kompatibel sind. Um die Originalität des Bauwerkes zu bewahren, müssen sich die eingesetzten Materialien in das Gesamtbild integrieren – stofflich und farblich – und Eingriffe in die Bausubstanz auf ein Minimum begrenzt werden.

  • Welche Kriterien müssen für den Denkmalschutz erfüllt sein?

    Ab wann ein Bauwerk unter Denkmalschutz fällt, wird durch das zuständige Landesamt in einem Verfahren geprüft. Neben dem Kriterium, dass es von Menschenhand geschaffen und aus der Vergangenheit stammen muss, ist der zentrale Stellenwert die künstlerische, städtebauliche oder geschichtliche Bedeutung für die Allgemeinheit.

Leistungen in der Baudenkmalpflege

Die ZÜBLIN Bauwerkserhaltung hat sich mit ihrer Marke TORKRET auf die Restaurierung und den Erhalt von historischen und denkmalgeschützten Bauwerken spezialisiert, unter anderem mit folgendem Leistungsspektrum:

  • Schonender Substanzaustausch 
  • Stein-, Beton- und Putzkonservierung 
  • Mauerwerksinstandsetzung und -verfugung 
  • Einbau von Nadel- und Spannankern 
  • Riss- und Hohlrauminjektion 

Unsere Mitarbeiter:innen sind für diese Leistungsbereiche speziell geschult und durch die Ausbildung zur Restauratorin bzw. zum Restaurator des Handwerks für die Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen qualifiziert. In enger Absprache mit den zuständigen Landesämtern für Denkmalpflege können so Materialien und Verfahren fachkundig ausgewählt und angewendet werden. Die Kombination aus langjährigem handwerklichem Erfahrungsschatz und breitgefächertem ingenieurtechnischem Wissen macht uns zu einer zuverlässigen und kompetenten Partnerin.