Grundinstandsetzung des Straßentunnels Rendsburg
Im Auftrag des WSA Kiel-Holtenau wurden die beiden Röhren des Straßentunnels in Rendsburg unter dem Nord-Ostsee-Kanal durch die Direktion Bauwerkserhaltung und Nord der Ed. Züblin AG in einer Arbeitsgemeinschaft mit der WISAG Elektrotechnik Nord GmbH & Co. KG saniert.
Ort
Rendsburg, Schleswig-Holstein
Bauherr
Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau
Bauzeit
07.2011 - 01.2020
Die Grundinstandsetzung des 1.278 Meter langen Tunnelbauwerks beinhaltete die Betoninstandsetzung von Sohle und Wänden, Brandschutzmaßnahmen, die Erneuerung der Straßenentwässerung und des Straßenbaus sowie die Instandsetzung und den Umbau des Betriebsgebäudes. Darüber hinaus wurden die Betriebstechnik sowie die Verkehrsbeeinflussungsanlage erneuert.
Neben der kompletten Grundinstandsetzung wurde der Arbeitsgemeinschaft auch die baubegleitende vertiefende Ausführungsplanung aufgetragen. Dadurch konnte schnell auf im Bestand vorgefundene Schäden und Abweichungen zur ursprünglichen Planung reagiert werden. So wurde auch aufgrund der hohen Chloridbelastung über die konventionelle Betoninstandsetzung hinaus eine Kathodische-Korrosionsschutz-Anlage (KKS) mit ca. 15.000 Quadratmetern nach EN 12696 an Tunnelsohle und Tunnelwänden installiert.
Durch die Sanierung des Tunnels sollen eine nachhaltige Erhaltung der Bausubstanz sowie ein geringer Unterhaltungsaufwand mit möglichst geringen Betriebskosten erzielt werden. Gleichzeitig soll die Sicherheit des Tunnels wesentlich erhöht werden.
Interessante Zahlen und Fakten
- ca. 15.000 m2 KKS
- ca. 900 t PCC für Schadstellenreprofilierung und Sohlenaufbau
- 3.000 t SPCC (Reprofilierung/KKS-Einbettung/Brandschutz) für die Wände
- ca. 10.000 m2 OS-C + ca. 20.000 m2 OS-DII Beschichtung für die Wände
- über 8.000 t Asphaltaufbau
- mehr als 150 km an Kabel im Rahmen der Kabelzugarbeiten
- je Röhre 8 Strahlventilatoren mit insgesamt über 6.000 N Schubkraft
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© Michael Bogumil
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