Instandsetzung der Vogelsangbrücke
Die rund 500 m lange Vogelsangbrücke ist eine der wichtigsten Verkehrsachsen Esslingens, über die täglich mehr als 43.000 Fahrzeuge rollen. Die Vogelsangbrücke wurde von 1971 - 1973 erbaut und überführt die Landstraße L1150 und einen Fußgängerweg über den Neckar, den Neckartalradweg, Gleise sowie Parkflächen und Straßen.
Zwischen den Jahren 1989 und 2005 wurden immer wieder kleinere Instandsetzungsmaßnahmen an den einzelnen Teilbauwerken durchgeführt. Es erfolgten in Teilbereichen eine Erneuerung der Abdichtung und der Asphaltbeläge sowie der Einbau neuer Fahrbahnübergänge und Instandsetzungsarbeiten an der Brückenunterseite.
Die Vogelsangbrücke wird für eine Restnutzungsdauer von 20 Jahren umfangreich instandgesetzt. Die Liste der dafür notwendigen abzuarbeitenden Maßnahmen ist lang und umfasst unter anderem die Verstärkung von zwei Hohlkastenbodenplatten, den Austausch von Brückenlagern, die Erneuerung sämtlicher Fahrbahnübergangskonstruktionen, die Erneuerung der Abdichtung und der Fahrbahnbeläge sowie weitere Maßnahmen. Zudem wurden verschiedene Bereiche der Brücke durch an der Überbauunterseite angebrachte Kohlefaserlamellen verstärkt. Die Bauwerksertüchtigung wurde in drei Bauabschnitten durchgeführt.
Wahrschauposten und knappe Zeitfenster zur Umsetzung
Bei der Instandsetzung des Bauwerks stellten vor allem die Arbeiten über dem Neckar und den Gleisen der Deutschen Bahn eine Herausforderung dar. Im Bereich des Neckars mussten alle Arbeiten beim Wasser- und Schifffahrtsamt angemeldet und durch dieses genehmigt werden. Die Arbeiten an der Überbauunterseite wurden mit Brückenuntersichtsgeräten ausgeführt, die dabei in das Lichtraumprofil der Binnenschifffahrt eingreifen. Die Absicherung dieser Arbeiten erfolgte durch Wahrschauposten, die jeweils stromaufwärts und -abwärts positioniert waren, um den Schiffsverkehr zu beobachten.
Die Maßnahmen über und entlang der Gleise mussten vor Baubeginn durch das Tiefbauamt der Stadt Esslingen und der Deutschen Bahn abgestimmt und genaue Bahnsperrpausen vereinbart werden. In den nächtlichen Bahnsperrpausen wurden dann in kurzen Einsatzzeiten von drei bis maximal sechs Stunden alle erforderlichen Kappentraggerüste, Schutzwände entlang der Rampenbauwerke sowie sämtliche Leitungs- und Kabelleerrohrtrassen hergestellt.
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